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  • Scheinselbstständigkeit

    Scheinselbstständigkeit
    Von Scheinselbstständigkeit spricht man, wenn ein vertraglich als selbstständig betitelter Auftraggeber wie ein abhängig Beschäftigter arbeitet und arbeitsrechtlich auch als solcher versicherungspflichtig angemeldet werden müsste. Wird Scheinarbeit aufgedeckt, drohen sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer rechtliche und finanzielle Konsequenzen. Unter anderem müssen Auftraggeber rückwirkend alle Haftungs- und Zahlungsverpflichtungen, wie Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuersteuernachzahlungen, nachbezahlt werden. Der Auftragnehmer erhält nach Ende der Scheinselbstständigkeit den Status des Arbeitnehmers, wodurch er Recht auf Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch etc. erhält. Um sich vor den Konsequenzen der Scheinselbstständigkeit zu schützen, sollte daher im Zweifelsfall ein Berater hinzugezogen werden, der den Dienstvertrag überprüft.
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  • Suchauftrag bei einer Personalberatung

    Suchauftrag bei einer Personalberatung
    Viele Unternehmen verfügen über eine interne Personalabteilung, die unter anderem für die Rekrutierung der Mitarbeiter zuständig ist. Reichen jedoch die eigenen Ressourcen und Kapazitäten nicht aus oder ist der Bedarf an Personal zu hoch, wenden sich Unternehmen mit einem Suchauftrag an externe Personalberatungsfirmen. In diesem Suchauftrag werden die Rahmenbedingungen der Stelle, wie etwa Position, Gehalt, Arbeitsort und –zeit, grob skizziert und ein Anforderungsprofil an den Wunschkandidaten erstellt.
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  • Bei einer Personalberatung arbeiten

    Bei einer Personalberatung arbeiten
    Das Berufsbild des Personalberaters bzw. der Personalberaterin ist in die Kategorie der sogenannten „Freien Berufen“ einzuordnen und unterliegt daher keinen besonderen Zugangsvoraussetzungen. Für viele Personalberatungen ist aber eine akademische Ausbildung oder mehrjährige Berufs- und Branchenerfahrung ein wichtiges Einstellungskriterium, um eine umfassende und spezialisierte Kundenbetreuung sicher zu stellen. Im Allgemeinen unterstützen Personalberatungen Unternehmen bei der Suche und Auswahl von Mitarbeitern und managen etwa die Screening- oder Interviewprozesse. Dabei sollten eine hohe Kommunikationsfähigkeit oder Einfühlungsvermögen ebenso wie vertriebliche Fertigkeiten bei den Beratern vorhanden sein, denn diese müssen zunächst Aufträge akquirieren. Oftmals spezialisieren sich Berater dabei auf bestimmte Branchensektoren oder Unternehmensbereiche. Nach Erstellung eines Anforderungsprofils über zu besetzende Stellen greifen Personalberater über einen Bewerberpoolauf Kontaktlisten zu oder sprechen Kandidaten direkt an. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es dann diese bezüglich ihrer Eignung für die vakante Stelle zu beurteilen und geeignete Kandidaten anschließend dem suchenden Unternehmen vorzustellen. Auch nach erfolgreicher Platzierung steht der Berater für Feedbackgespräche bereit und betreut Kunde und Kandidat weiterhin. Oftmals bieten Personalberatungen auch ergänzende Dienstleistungen wie Personalbeurteilung oder Coachings an. Die Unternehmen, die Serviceleistungen einer Personalberatung in Anspruch nehmen, bezahlen Berater in der Regel auf Honorarbasis, wobei die Höhe dieses Honorars vorab vertraglich festgelegt wird und meistens von dem Bruttojahreseinkommen, das die gesuchte Person verdienen soll, abhängig ist. Zusätzlich erhalten die Berater von dem anstellenden Unternehmen ein Fixgehalt zuzüglich erfolgsbasierter Prämien.
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  • Was ist ein Headhunter?

    Was ist ein Headhunter?
    Unter einem Headhunter versteht man einen Personalberater, der sich auf die Akquise von hochqualifiziertem Fach-und Führungspersonal im Auftrag eines Unternehmens spezialisiert hat. Deren Unterstützung wird angefragt, sobald mit der eigenen Recruiting-Strategie des Unternehmens kein passendes Personal gefunden werden konnte oder besondere Diskretion bei der Personalsuche notwendig ist. Neben der operativen direkten Personalsuche im eigenen Netzwerk und Datenbanken gehören auch die Begleitung von Findungsprozessen, Entwicklung sowie Durchführung von Kandidatenbeurteilungen und Überprüfung von Zeugnissen und Referenzen zu deren Tätigkeitsfeld. Oftmals unterstützen Headhunter das auftraggebende Unternehmen auch bei der Personalentwicklung und dem Personalmarketing.
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  • Arbeitnehmerüberlassung

    Arbeitnehmerüberlassung

    Von einer Arbeitnehmerüberlassung (auch Personalleasing genannt) wird gesprochen, wenn ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber an ein anderes Unternehmen "verliehen" wird. Dies kann entweder vorübergehend für beispielsweise eine bestimmte Projektdauer oder auch dauerhaft erfolgen. Der Arbeitnehmer ist dabei an den bestehenden Arbeitsvertrag mit dem "Verleiher" (beispielsweise eine Personalagentur) weiterhin gebunden, muss aber auch den Weisungen des Unternehmens (Kunde der Personalagentur) Folge leisten, bei dem er für diesen Zeitraum angestellt ist.

    Dies bedeutet, dass alle Rechte und Pflichten wie Gehaltszahlung, Steuern, Versicherung, aber auch Lohnfortzahlung im Urlaub und im Krankheitsfall vom "Verleiher" übernommen werden. Für eine gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung bedarf es grundsätzlich einer Genehmigung im Sinne des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes.

    Vorteile für Fachkräfte und Unternehmen

    Genau wie bei einer regulären Festanstellung bekommen Leiharbeitnehmer einen unbefristeten Vertrag mit allen Absicherungen. Gerade diese Sicherheit und Stabilität kommt vielen entgegen, die bisher als freiberufliche Experten tätig waren. Auch für Absolventen und Young Professionals eignet sich die Expertenüberlassung, da sie so in verschiedenen Unternehmen tätig sein können und in der Praxis feststellen können, welchen Karriereweg in welcher Branche sie einschlagen möchten. Freelancer, die ein Mehr an finanzieller Sicherheit haben möchten, sich aber nicht an ein Unternehmen binden wollen, finden in der Arbeitnehmerüberlassung ideale Arbeitsbedingungen.

    Auf Unternehmensseite lassen sich Auftragsspitzen und umfangreiche Projekte häufig nur mit externen Fachkräften abfedern. Um Unternehmen den flexiblen Einsatz qualifizierter Arbeitskräfte zu erleichtern, ergänzen die ausgeliehenen Fachkräfte die Stammbelegschaft des Unternehmens bei Ressourcen-Engpässen mit Ihrem Know-how. Neben einem 100-prozentigen Schutz vor Scheinselbstständigkeit bietet die Arbeitnehmerüberlassung zudem maximale Flexibilität bei der Personalplanung und eine effizientere Abwicklung der Projekte.

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