Viele Unternehmen verfügen über eine interne Personalabteilung, die unter anderem für die Rekrutierung der Mitarbeiter zuständig ist. Reichen jedoch die eigenen Ressourcen und Kapazitäten nicht aus oder ist der Bedarf an Personal zu hoch, wenden sich Unternehmen mit einem Suchauftrag an externe Personalberatungsfirmen. In diesem Suchauftrag werden die Rahmenbedingungen der Stelle, wie etwa Position, Gehalt, Arbeitsort und –zeit, grob skizziert und ein Anforderungsprofil an den Wunschkandidaten erstellt.
Von Scheinselbstständigkeit spricht man, wenn ein vertraglich als selbstständig betitelter Auftraggeber wie ein abhängig Beschäftigter arbeitet und arbeitsrechtlich auch als solcher versicherungspflichtig angemeldet werden müsste. Wird Scheinarbeit aufgedeckt, drohen sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer rechtliche und finanzielle Konsequenzen. Unter anderem müssen Auftraggeber rückwirkend alle Haftungs- und Zahlungsverpflichtungen, wie Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuersteuernachzahlungen, nachbezahlt werden. Der Auftragnehmer erhält nach Ende der Scheinselbstständigkeit den Status des Arbeitnehmers, wodurch er Recht auf Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch etc. erhält. Um sich vor den Konsequenzen der Scheinselbstständigkeit zu schützen, sollte daher im Zweifelsfall ein Berater hinzugezogen werden, der den Dienstvertrag überprüft.