Das Berufsbild des Personalberaters bzw. der Personalberaterin ist in die Kategorie der sogenannten „Freien Berufen“ einzuordnen und unterliegt daher keinen besonderen Zugangsvoraussetzungen. Für viele Personalberatungen ist aber eine akademische Ausbildung oder mehrjährige Berufs- und Branchenerfahrung ein wichtiges Einstellungskriterium, um eine umfassende und spezialisierte Kundenbetreuung sicher zu stellen. Im Allgemeinen unterstützen Personalberatungen Unternehmen bei der Suche und Auswahl von Mitarbeitern und managen etwa die Screening- oder Interviewprozesse. Dabei sollten eine hohe Kommunikationsfähigkeit oder Einfühlungsvermögen ebenso wie vertriebliche Fertigkeiten bei den Beratern vorhanden sein, denn diese müssen zunächst Aufträge akquirieren. Oftmals spezialisieren sich Berater dabei auf bestimmte Branchensektoren oder Unternehmensbereiche. Nach Erstellung eines Anforderungsprofils über zu besetzende Stellen greifen Personalberater über einen Bewerberpoolauf Kontaktlisten zu oder sprechen Kandidaten direkt an. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es dann diese bezüglich ihrer Eignung für die vakante Stelle zu beurteilen und geeignete Kandidaten anschließend dem suchenden Unternehmen vorzustellen. Auch nach erfolgreicher Platzierung steht der Berater für Feedbackgespräche bereit und betreut Kunde und Kandidat weiterhin. Oftmals bieten Personalberatungen auch ergänzende Dienstleistungen wie Personalbeurteilung oder Coachings an. Die Unternehmen, die Serviceleistungen einer Personalberatung in Anspruch nehmen, bezahlen Berater in der Regel auf Honorarbasis, wobei die Höhe dieses Honorars vorab vertraglich festgelegt wird und meistens von dem Bruttojahreseinkommen, das die gesuchte Person verdienen soll, abhängig ist. Zusätzlich erhalten die Berater von dem anstellenden Unternehmen ein Fixgehalt zuzüglich erfolgsbasierter Prämien.

Unter der Arbeitnehmerüberlassung versteht man die temporäre Überlassung eines Arbeitnehmers an ein Unternehmen, dem sogenannten Entleiher. Der Arbeitnehmer ist jedoch nicht beim Entleiher direkt, sondern gegen Entgelt bei einem Arbeitgeber angestellt.

Die entliehenen Fachkräfte dürfen nicht länger als 18 Monate am Stück in einem externen Unternehmen arbeiten, darüber hinaus verpflichtet sich der Entleiher für die entliehenen Fachkräfte bereits nach 9 Monate das gleiche Gehalt zu zahlen, das ein vergleichbarer Stammarbeitnehmer erhält.

Wie erlangt man die Erlaubnis als Unternehmen Arbeitnehmer an Dritte zu überlassen?

Eine gesetzliche Regelung für die Arbeitnehmerüberlassung gibt es bereits seit 1972 mit dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Generell müssen jedoch heutzutage bestimmte Vorkehrungen getroffen werden um sich als Arbeitgeber von Arbeitnehmerüberlassung zu qualifizieren. Wer eine gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung betreiben möchte, braucht dazu nicht nur das vertragliche Einverständnis des Arbeitnehmers zur Abordnung in wechselnde Entleiher-Betriebe, sondern es muss außerdem die gesetzliche Erlaubnispflicht gemäß § 1 Abs.1 Satz 1 AÜG beachten werden.

Demnach braucht ein Unternehmen, das als Verleiher von Arbeitnehmern gewerbsmäßig tätig werden will eine behördliche Erlaubnis. Diese wird von der Agentur für Arbeit erteilt. Mit der Erlaubnispflicht soll erreicht werden, dass Arbeitgeber erforderlichen Bedingungen erfüllen, wenn sie mit gewerblicher Arbeitnehmerüberlassung Geld verdienen wollen. Daher überprüft die Arbeitsagentur die Muster-Arbeitsverträge und die Muster-Expertenüberlassungsverträge, die der Antragsteller künftig verwenden will, bevor sie ihm die Erlaubnis zur gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung erteilt.

Vorteile der Arbeitnehmerüberlassung:

Im Folgenden werden die Vorteile der Arbeitnehmerüberlassung zunächst für die Arbeitnehmer, anschließend für Unternehmen dargelegt.

Arbeitnehmer

Wie bei einer regulären Festanstellung erhalten Arbeitnehmer einen unbefristeten Vertrag mit Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und 30 Tagen Urlaub inkl.100-prozentigem Schutz vor Scheinselbstständigkeit. Darüber hinaus haben die Arbeitnehmer durch vielseitige, spannende Projekte in verschiedenen Unternehmen die Möglichkeit ihre fachlichen Kompetenzen zu erweitern. Des Weiteren wird durch die gesetzlichen Regelungen nach der DGB/iGZ sichergestellt, dass Überstunden bezahlt werden.

Arbeitgeber

Durch die Arbeitnehmerüberlassung minimieren Unternehmern den organisatorischen Aufwand ihrer Personalabteilung und sparen darüber hinaus Zeit und Kosten durch das Outsourcing des Bewerbermanagements. Auch der Aspekt der Flexibilität ist ein äußerst wichtiger Gesichtspunkt für Unternehmen. Denn bei kurzfristigen Änderungen des Personalbedarfs können diese flexibel und jederzeit auf externe Angestellte zurückgreifen bei 100-prozentigem Schutz vor Scheinselbstständigkeit.

Zusätzlich entlastet die Arbeitnehmerüberlassung die Mitarbeiter in einem Unternehmen in Zeiten von großen Projekten und Auftragsspitzen.

Arbeitnehmerüberlassung bei SThree

SThree verfügt über ein umfangreiches Netzwerk an Arbeitnehmern mit fundiertem Wissen und Know How. Daher vermittelt SThree ausschließlich Experten bzw. Fach- und Führungskräfte durch die sogenannte Expertenüberlassung.

Im folgenden Diagramm wird die Expertenüberlassung grafisch dargestellt:

Diagram Arbeitnehmerüberlassung

Fazit

Die Wichtigkeit von Arbeitnehmerüberlassung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Anzahl der Menschen, die in Deutschland als Zeitarbeitnehmer arbeiten, ist von 282.000 Menschen 2003 auf 993.000 im Jahr 2017 gestiegen, das etwa 3 Prozent der Gesamtbeschäftigung weltweit ausmacht. Dies lässt sich nicht zuletzt durch die oben genannten Vorteile erklären, sondern auch durch die Reform des Arbeitsüberlassungsgesetzes.

Referenzen